Information und Beratung zur gymnasialen Oberstufe

Zum Oberstufenteam gehören neben der Oberstufenleitungdie wechselnden Jahrgangsstufenleitungen. Die Beratung in der gymnasialen Oberstufe der Janusz-Korczak­Gesamtschule wird in jeder Jahrgangsstufe von zwei Jahrgangsstufenleitern durchgeführt. Sie werden für die Jahrgangsstufe EF von der Schulleitung ernannt und begleiten die Schüler bis zum Abitur.

Beratung und Information haben in den verschiedenen Jahrgangsstufen unterschiedliche Schwerpunkte. Sie beginnen bereits in der Klasse 8 und enden erst mit Abschluss der Abiturprüfungen.

Klasse 8 und Klasse 9

Informationen über die Gymnasiale Oberstufe im Rahmen der Schullaufbahnberatung.

Klasse 10

Eine frühzeitige Information (vor den Herbstferien) über die veränderten Lernbedingungen in der Oberstufe und über die Wahlmöglichkeiten in der EF (nach den Osterferien) erfolgt durch die zukünftige Jahrgangsstufenleitung. Während der zweiwöchigen Praktikumszeit nehmen die Schüler mit Perspektive Oberstufe an dem Kurs „Fit für die Oberstufe“ (FifO) teil. Dort erhalten sie Einblicke in die einzelnen Fächer der Oberstufe, hospitieren im Unterricht der EF, werden über die Schullaufbahn informiert und tauschen sich mit Schülern der Q1 über angemessene Kriterien einer gelungenen Leistungskurswahl, die inhaltlichen und methodischen Schwerpunkte der jeweiligen Fächer informiert. 

Vor den Sommerferien erleben die Schülerinnen und Schüler in einem zehntägigen „Brückenkurs“,wie ab der Einführungsphase unterrichtet wird. Erfahrungen werden reflektiert, mögliche Ängste ab- und neue Interessen aufgebaut. Erneut findet eine gezielte Laufbahnberatung statt.

Klasse EF (Einführungsphase)

Die Jahrgangsstufenleitung und die jeweilige Klassenleitung unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei der Eingewöhnung in das Kurssystem, aber auch hinsichtlich der besonderen Arbeitsweise der gymnasialen Oberstufe (Einführungsphase). Sie organisieren gemeinsam mit dem Abteilungsleiter ein Orientierungsseminar, das außerhalb der Schule stattfindet.

Das Ziel dieses Seminars ist, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das komplexe und zunächst schwer zu durchschauende System der gymnasialen Oberstufe näher zu bringen. Schwerpunktthemen dieses Seminars zur Orientierung sind:

  • Orientierungshilfen für die Oberstufe und darüber hinaus
  • Aufarbeitung der ersten Erfahrungen
  • Gesamtplanung der Schullaufbahn

Im zweiten Halbjahr der EF werden die Schüler darüber hinaus mit den Versetzungsbestimmungen in die Qualifikationsphase vertraut gemacht.

Die Eltern erhalten die entsprechenden Informationen auf den Jahrgangsstufenpflegschaften.

Qualifikationsphase 1

Der Beginn der Qualifikationsphase 1 ist zugleich der Einstieg in die Abiturvorbereitung. Diese Phase erfordert eine intensive Beratung, da alle Leistungen, die in den letzten beiden Jahren der Oberstufe erbracht werden, über die Zulassung zum Abitur entscheiden und als Teilbereich in die Wertung des Abiturs einfließen.

Weiterhin werden die Schüler über die Möglichkeiten des Abschlusses der Fachoberschulreife und die entsprechenden Berufsperspektive informiert. Am Ende der Q1 wird die end­gültige Entscheidung über die Wahl des dritten und vierten Abiturfaches vorbereitet.

Im Rahmen der Themenwoche im Herbst gibt das Projekt „Berufs- und Studienorientierung“den Schülern Orientierungshilfen für Berufswahlentscheidungen.

Qualifikationsphase 2

Die Schüler werden intensiv über die Voraussetzungen für das Bestehen und den Ablauf der Abiturprüfung informiert. Vorrangiges Ziel der Beratung ist es, Planung und Ablauf des Abiturs so „durchsichtig“ wie möglich zu machen, um unnötige Ängste abzubauen. Dies erfolgt auch in der Trainingsgruppe „5 Schritte gegen Prüfungsangst“ bei der Sozialpädagogin.

Bei Leistungstiefs müssen die Schüler nun unmittelbar beraten und betreut werden. Fachlehrer simulieren im Unterricht Abitursituationen. In Beratungskonferenzen werden sie entsprechend darauf vorbereitet (Erfahrungsaustausch).

Beratungsfelder in der gymnasialen Oberstufe

Sozialpädagogische Beratungs- und Betreuungsarbeit

In gemeinsamer Verantwortung mit den Lehrkräften der Janusz-Korczak-Gesamtschule arbeitet die Schulsozialpädagogin insbesondere an der sozialen und kulturellen Integration, der Prävention sowie der individuellen Förderung und Beratung der Schüler.

Sie trägt so zu einem umfassenden Bildungs- und Erziehungsangebot bei, das sich am jeweiligen Bedarf der Schule, der Kinder, Jugendlichen und Eltern orientiert.

Die Inanspruchnahme sozialpädagogischer Beratungs- und Betreuungsarbeit erfolgt gleichermaßen durch die Klassen- und Fachlehrer, durch familiäre Bezugspersonen und natürlich durch die Schüler selbst, z. B. in den offenen Sprechstunden oder den Angeboten des Ganztags. Schwierige Situationen, die zu einer Hinzuziehung der Schulsozialpädagogin führen, können alle Arten von Lern- und Verhaltensproblemen sein.

Der gegenseitige Austausch über den Bedarf und die Fortschritte der Beratungs- und Betreuungs­arbeit findet für die 3 Abteilungen der Janusz-Korczak-Gesamtschule in den Quartalskonferenzen, durch Teilnahme am Oberstufenteam und regelmäßige Rücksprachen mit den Abteilungsleitern und dem Beratungsteam statt.

Die Kooperationsowohl mit den Lehrkräften als auch mit den familiären Bezugspersonen ist im Sinne der Schüler ein zentrales Anliegen. In bestimmten Fällen kann auch eine Hinzuziehung außerschulischer Partner sinnvoll sein, was dann in Absprache mit den Ratsuchenden geschieht. Die Sozialpädagogin unterliegt in ihrer Beratungsarbeit der Schweigepflicht, eine Entbindung hiervon ist durch den Ratsuchenden möglich.

Um die sonst einzelfallabhängige Zusammenarbeit mit dem Jugendamt zu intensivieren, gehört die Schulsozialpädagogin zum Arbeitskreis Jugendhilfe und Schule. Darüber hinaus nimmt sie an regelmäßigen Dienstbesprechungen und Fortbildungen des Arbeitgebers, zusammen mit den schulsozialpädagogischen Fachkräften der Gesamtschulen in den Nachbarstädten, teil. Hier besteht auch die Möglichkeit zu gegenseitiger Supervision der Beratungsarbeit.

Regelmäßige Sitzungen des Beratungsteamszu dem auch die Beratungslehrer/in für die Jahr­gangsstufen 5-7 und 8-10 sowie die didaktische Leiterin gehören, dienen der schulinternen Koordination der Beratungsarbeit, der gegenseitigen Unterstützung und gemeinsamen Reflexion.

Im Rahmen der gruppenbezogenen Förderungführt die Sozialpädagogin den fachunabhängigen Ausgleichsunterricht in der 5. Jahrgangsstufe (siehe FuA-Konzept) durch und bietet Selbstsicher­heitstrainings für die Jahrgangsstufe 10 und EF (11), sowie ein Training gegen Prüfungsangst für die Q2 (13) als Abiturvorbereitung an.

Im Bereich der Prävention wirdeinen Projekttag zum Schutz vor sexuellem Missbrauch/sexueller Belästigung für die Mädchen der 6. Jahrgangsstufe gestaltet.

In Zusammenarbeit mit dem Koordinator für Sexualerziehung sowie außerschulischen ärztlichen und pädagogischen Fachkräften entwickelt die Schulsozialpädagogin unterrichtserweiternde Projekte für die Jahrgangsstufen 7, 8, 9 und 10, die einen engen Bezug zu den Lebenswirklichkeiten der Schülerinnen herstellen und so den Sexualkundeunterricht vertiefen.

Die präventive Arbeit führt in manchen Fällen, bedingt durch die intensive Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit den verschiedenen Themen, zu einem weiteren Bedarf an Einzel­beratungsgesprächen.

Sozialpädagogische Aufgabenfelder


Pädagogische Beratung von Familien mit türkischen Migrationshintergrund in schulischen Angelegenheiten

Als Lehrer mit türkischem Migrationshintergrund betreut Herr Erol Maden die türkischstämmigen Schüler und deren Eltern. Er informiert und berät sie bei ihrer Schullaufbahn.

Hierzu veranstaltet er Informationsabende für die Eltern:

  • Zu Beginn des Schuljahres für alle türkischen Eltern der Schule
  • Im März jeden Jahres für die Eltern der Jahrgangsstufe 5. Themenschwerpunkte sind Informationen zur Wahlpflichtfachwahl (WP-Wahl) und zur Fachleistungsdifferenzierung (FLD).

Erol Maden vermittelt den türkischen Schülern und ihren Eltern die pädagogischen Anliegen und Aufgaben der Gesamtschule.

Er arbeitet mit den Beratungslehrern zusammen, damit die Schullaufbahn- und Berufsberatung optimiert werden kann. 

An Elternsprechtagen und bei Hausbesuchen steht er den deutschen Kollegen auch als Dolmetscherzur Verfügung.

Bei sozial-kulturellen Schwierigkeiten, bei Lern- und Leistungsschwierigkeiten sowie bei Verhaltensstörungen führt Herr Maden Gespräche mit Kollegen, Schülern und / oder mit Eltern.