In Kunst gestalten die Schüler mit dem Tablet, in Sport können Bewegungsabläufe analysiert werden.

In allen Fächern soll ein professioneller, aber auch kritischer und reflektierter Umgang mit modernen Medien und Internet erreicht werden.

Die Tablets werden in der Regel von den Eltern geleast oder gekauft.

Langfristig soll jeder Jahrgang über mindestens eine Tablet-Klasse verfügen.

Informationen zur Tablet-Klasse an der JKG Neuss

Einen nicht unerheblichen Anteil am Lernerfolg unserer Kinder haben die im Unterricht verwendeten Medien und die mit ihnen eingesetzten Methoden. Zahlreiche Untersuchungen und Erfahrungsberichte zeigen, dass das Lernen in Tabletklassen nicht nur die Medienkompetenz deutlich steigert, sondern auch die Leistungen in den übrigen Fächern signifikant verbessert.

So zeigen zum Beispiel aktuelle Untersuchungen in Niedersachsen, dass mehr als zwei von drei Schulen bereits das Arbeiten mit digitalen Lernwerkzeugen außerhalb von Rechnerräumen praktizieren, mehr als jede zweite Schule arbeitet mit mobilen Gerätepools, an drei von zehn Schulen ist der Einsatz digitaler Medien zentraler Bestandteil des Schulprofils, fast 40 Prozent der Schulen setzen zumindest zeitweilig (für bestimmte Unterrichtseinheiten oder Projekte) „1:1 Ausstattungen“ ein und in mehr als jeder zehnten Schule gibt es (teilweise sogar jahrgangs-weit) „Notebookklassen“, in denen alle Schülerinnen und Schüler ein eigenes Note- oder Netbook haben.

Vor diesem Hintergrund hat auch die JKG Neuss mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 eine Tabletklasse in Jahrgangsstufe 5 eingerichtet mit dem Ziel, Schülerinnen und Schülern durch überwiegend elternfinanzierte Notebooks eine persönliche digitale Lern- und Arbeitsumgebung zu schaffen und damit eine neue, moderne Lehr- und Lernkultur an unserer Schule zu begründen.

Wir sehen diesen Weg als Chance, den eigenen Unterricht durch Verknüpfen traditioneller Elemente mit dem Einsatz digitaler Lernwerkzeuge weiterzuentwickeln. Dabei soll aber natürlich weiterhin das Lernen im Mittelpunkt stehen und nicht die Hardware.

Grundlage/Ziel ist ein Medienkompetenzkonzept für unsere Schule, in dem es heißt:

m     Das Lernen mit und über Medien soll/muss verbindlich und             angemessen in die Unterrichts- und Schulentwicklung integriert          werden.

m      Das Lernen mit schul-/schülereigenen individuellen digitalen Lernwerkzeugen ist in unser schuleigenes Medien- und   Methodenkonzept und damit auch in den Fachunterricht verbindlich        einzubeziehen.

m      Eine „flächendeckende Einführung von Lern- und Arbeitsumge-      bungen für Schülerinnen und Schüler“ soll angestrebt werden.

Im Mittelpunkt unseres Projektes steht nicht das technische Medium, vielmehr bietet das Tablet die Chance das Lernen als aktiven und individuellen Prozess zu organisieren.

 

Getragen wird das Projekt durch:

 

m      die Eltern, die ihr Kind gezielt für die Tablet-Klasse anmelden und das Tablet bezahlen (Leasing oder Kauf);

m     die Schülerinnen und Schüler, die ihrer Verantwortung als      Tabletklassenschüler gerecht werden;

m      die Schule, die den Unterricht dem Tablet entsprechend         entwickelt, das Projekt organisiert und evaluiert;

m      den Schulträger, der die erforderliche Infrastruktur bereitstellt  und        die Administration finanziell unterstützt. Dabei ist eine ausreichende        WLAN-Vernetzung sowie der Zugriff auf ein Schulportal unabding-  bare Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten.

 

Warum eine Tablet-Klasse?

 

m      „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ Die Schule        soll auf eine sich wandelnde Gesellschaft und Berufswelt   vorbereiten. Dazu gehört auch der praktische Umgang mit   moderner Technologie.

m      Moderne Technik ist Teil des Schüleralltags. Das Tablet als Lern-    und Arbeitsgerät in der Schule knüpft daran an und zeigt, dass      Computer und Internet nicht nur zum Spielen da sind.

m      Tablets sind vielseitig. Die Anwendung reicht von schriftlichen,        grafischen und bildlichen Darstellungen bis zu bewegten Bildern und         Tonwiedergaben. Diese Vielseitigkeit hilft dem Verständnis   schwieriger Sachverhalte, erleichtert das Lernen und man          behält auch mehr.

m      Tablets erlauben einer Lehrkraft ganz andere Gestaltungs-   möglichkeiten als der übliche Unterricht. Er wird farbiger,    abwechslungsreicher, anschaulicher. Tablets machen den     Unterricht interessant und schaffen mehr Freude am         Lernen.

m      Tablets unterstützen das selbständige Lernen im Unterricht, das   Lernen in Arbeitsgruppen, den Informationsaustausch und die    Präsentation von Arbeitsergebnissen. Auch zu Hause wird das     selbständige Lernen gefördert, z.B. bei Internetrecherchen    nach aktuellen Informationen für die Hausaufgaben.

m      Tablets sind Arbeitsgeräte und Lernarchive zugleich. Gegenüber    den „fliegenden Arbeitsblättern“, den Notizbüchlein,    Hausaufgaben-  heften und einzelnen Fachheften erlauben sie eine       systematischere Ordnung für Informationen und        Lernergebnisse in den einzelnen         Fächern.

m      Persönliche Schülernotebooks sind hochwertige Arbeitsgeräte; sie         erfordern und fördern einen sorgfältigen und verantwortungs-  bewussten Umgang. Diese Sorgfalt kommt nicht nur dem Lernen in         der Schule zugute, sondern auch dem späteren (Berufs-) Leben.

m     Notebook-Klassen sind immer etwas Besonderes. Schülerinnen und       Schüler identifizieren sich mit ihrer Schule, sie sind stolz, dabei zu   sein.

m     Notebooks fördern das Verständnis und die Routine im Umgang mit        moderner Technologie. Beides ist wichtig für eine Vielzahl von Berufen. Speziell für Mädchen ist die frühe Begegnung mit moderner       Technik von großem Vorteil.

Wie sieht Notebook-Unterricht eigentlich aus?

 

Das Notebook wird in immer mehr Fächern eingesetzt – aber nur dann, wenn es -abhängig vom Unterrichtsziel und vom Unterrichtsthema- auch einen Mehrwert bringt. Es gibt Schwerpunktfächer, in denen häufiger mit dem Notebook gearbeitet wird. Deutsch, Englisch und Mathematik zählen dazu. Das Notebook dient als „Heft“, ist Übungsplattform und Sammelordner für Arbeitsblätter und Materialien und es dient der Informationsrecherche im Internet. Somit ergänzt es andere Formen des Lernens, ersetzt sie aber nicht.

Mit welcher Software wird gearbeitet?

 

m      In vielen Fächern kann Standardsoftware (so genannte „Office-     Pakete“) für die Texterstellung, die Tabellenkalkulation und für          Präsentationen genutzt werden. Aktuelle Informationen und          Anschauungsmaterialien können aus dem Internet heruntergeladen       werden.

m      Im Deutsch- und Fremdsprachenunterricht dienen Notebook- Anwendungen dazu, Texte zu erstellen, zu korrigieren, Regelwissen

und den Wortschatz (auch über Spracheingaben und -ausgaben) zu      üben.

m      In Physik, Biologie, Chemie, in Geschichte, Erdkunde und Politik      wird themenbezogene Software (z. B. „Vulkanismus“) und Software       zur Simulation von Abläufen eingesetzt, die aufwändige Alternativen          (Versuchsaufbauten in Physik oder Chemie) gut ersetzen.

m      In Mathematik sorgt spezielle Algebra- und Geometriesoftware für          besondere Anschaulichkeit und Übungsmöglichkeiten.

 

Wer schafft an?

 

Um eine Standardisierung sicherzustellen, die Installation von Software und die Wartung der Geräte zu gewährleisten, schließen unsere Eltern in der Regel einen Leasingvertrag mit der Fa. „Mobiles Lernen“ ab. Alternativ können die Geräte durch die Eltern auch gegen Einmalzahlung dort erworben werden. Natürlich ist auch die private Anschaffung im freien Handel möglich, allerdings muss hier gewährleistet sein, dass im Falle eines Defektes unverzüglich ein Austauschgerät zur Verfügung steht.

 

 

Wie teuer wird das Ganze?

 

Die Eltern müssen für die Anschaffung bzw. die Aufbringung der Leasingkosten eines Notebooks selbst aufkommen. Zur Zeit werden die Geräte (Standard ist momentan ein „Apple I-Pad Air, 16 GB, WI-FI“) über das IT-Systemhaus Mobiles Lernen GmbH beschafft, das langjährige Erfahrungen in diesem Bereich besitzt und bisher das kostengünstigste Angebot vorgelegt hat. Zudem bietet diese Firma neben einem umfassenden Support auch die gesamte Abwicklung und Verwaltung des Vertrages an und leistet unbürokratische Hilfe bei evtl. finanziellen Schwierigkeiten. Die Leasingkosten betragen bei 36 Monaten Laufzeit ca. 20,00 € pro Monat (einschließlich Versicherungsbeitrag). Eine Übernahme des Gerätes nach Ablauf der Leasingzeit ist gegen Zahlung eines Restwertbetrages möglich.

Vorkenntnisse

m      Die Schülerinnen und Schüler brauchen keine Vorkenntnisse. Wenn        es solche gibt, können sie gewinnbringend für die ganze Klasse   genutzt werden. Auch das ist „moderner“ Unterricht. Die Lehrer     vermitteln grundlegende Kenntnisse im aktuellen Unterricht – und         vieles lernt sich von alleine im täglichen Umgang.

m      Für Schülerinnen und Schüler in Notebook-Klassen gibt es     Verhaltensregeln für Notebooks – von der Pflege der Geräte, des Betriebssystems und der Software bis zum Schutz persönlicher      Daten und der Wahrung „gesitteter“ Umgangsformen.