Pädagogisches Handeln 

Leitbild nach den Ideen Janusz Korczaks – wir sind seinem Namen verpflichtet und versuchen, unser Schulleben in seinem Sinne zu gestalten.

Der jüdische Arzt und Pädagoge Janusz Korczak (geb. um 1878 bis 1942) arbeitete in Polen unter schwierigen sozialen und politischen Bedingungen über vierzig Jahre besonders für die gesellschaftlich benachteiligten Kinder.

Trotz seiner idealistischen Grundüberzeugungen hatte er einen realistischen Blick auf die Gesellschaft und die sie bestimmenden Ideologien, aber auch auf die Kinder mit ihren inneren Widersprüchen – und kämpfte für sie bis zuletzt. Sein pädagogisches Credo lässt sich am ehesten zusammenfassen in dem Satz:

„Kinder werden nicht erst zu Menschen – sie sind bereits welche.“

Wir informieren uns über Leben und Werk Janusz Korczaks. Dabei sind uns die Rechte der Kinder ein besonderes Anliegen.

Wir bemühen uns, unter Einbindung der Eltern ein besonderes pädagogisches Verhältnis zwischen Lernenden und Lehrenden zu fördern, das von Respekt und gegenseitiger Achtung geprägt ist.

Das Ziel unseres pädagogischen Handelns ist es, unsere Lernenden zu mündigen und gesellschaftsfähigen Menschen zu erziehen.

Wir gestalten unsere Schule so, dass sich Lernende, Eltern und Lehrende wohl fühlen und sich mit ihr identifizieren können.

Ziel
Konkrete Umsetzung
1. Die Schule leitet zu Konfliktfähigkeit, Gewaltfreiheit, sozialem Engagement und demokratischem Handeln und Bewusstsein an. Wir setzen das im Klassenrat, mit den Streitschlichtern, mit der SV, im Projekt „soziale Verantwortung“, dem Klassengericht und dem Verfahren „No Blame Approach“ um. Die JKG ist mit dem Fairness-Siegel ausgezeichnet.
2. Unsere Schule ist ein Ort vieler Nationalitäten und bietet die Möglichkeit für die Begegnung verschiedener Kulturen.

– Schule ohne Rassismus

– Tag der Kulturen

– interkulturelles Feiern von Festen (z.B. gemeinsames Fastenbrechen)

– Erasmus+ – Lernenden-Austausche

– Schule der Vielfalt

– Diversity-Arbeitskreis

-Schulpartnerschaft mit Châlons in Frankreich

3. Wir fördern die Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten. z. B. in den Gremien, durch Jahrgangsstufenteams, durch Lernenden-Lehrendenseminare, mit dem Ganztagsverein, dem Ganztagsteam, den Arbeitskreisen, dem Beratungsteam, den Fachjahrgangsteams, dem Schulleitungsteam und durch gemeinsames Feiern.
4. Eltern übernehmen Verantwortung und gestalten unser Schulleben in vielen Bereichen aktiv mit. z. B. in den Gremien, im Ganztagsverein, in der Cafeteria, im Selbstlernzentrum, bei Schulbuchbestellungen, im Ruheraum, in Arbeitsgemeinschaften, in Offenen Angeboten und im Förderverein.
5. Wir stärken das Selbstbewusstsein unserer Mädchen und Jungen, auch durch besondere Förderung. Dies setzen wir z. B. im Projekt “Jungen-Mädchen” für die Jahrgangsstufe 6 oder auch in speziellen Arbeitsgemeinschaften für Mädchen und Jungen um.
6. Wir versuchen allen Lernenden gerecht zu werden, indem wir ihre Stärken fördern und ihre Defizite ausgleichen. z. B. durch Binnen- und Fachleistungs-differenzierung, durch Förderkurse, Intensivkurse, Brückenkurse, Vertiefungskurse, in den Lernstudios und Ergänzungsstunden sowie durch Arbeitsgemeinschaften und freie Arbeits-formen.
7. Wir entwickeln die Medienkompetenz unserer Lernenden. z. B. durch eine Lernendenzeitung, spezielle AGs (z.B. 3D-Druck), einen Arbeitskreis, durch die Integration neuer Medien in den Unterricht  und die Bausteine „Gefahren neuer Medien“ etwa in den Themenwochen sowie durch Medienscouts.
8. Wir erziehen die Lernenden zu einem verantwortlichen Umgang mit sich selbst. Dies tun wir durch viele sportliche Aktivitäten, durch Angebote zur sinnvollen Freizeit-gestaltung, durch Suchtprophylaxe und Tage der Begegnung, Besinnung und Orientierung sowie durch Unterrichtsgänge, -exkursionen, Klassen- u. Studienfahrten.
9. Wir erziehen unsere Lernenden zum verantwortlichen Umgang mit der Umwelt. z. B. beim Energie sparen, beim Müll vermeiden und Müll trennen.
10. Wir fördern an unserer Schule kulturelle Aktivitäten. z. B. durch Theaterbesuche, Theater- und Musicalaufführungen, Kunstworkshops, Musikabende, Lesungen, durch den Lernenden-Eltern-Lehrenden-Chor, durch das Fach „Darstellen und Gestalten“, das Philosophische Café und die Brauchtumspflege.
11. Beratung ist wichtiger Bestandteil der Arbeit an unserer Schule. Fachlehrende, Klassenlehrende, Jahrgangsstufenleitungen, Beratungslehrernde, Sozialpädagog*innen und andere beraten bei Fragen zu Schullaufbahnen, zu Berufs- und Studienwahl, bei Konflikten und Problemen.
Wir bereiten unsere Lehrende durch den Unterricht und besondere Aktivitäten bestmöglich auf das Studium und Berufsleben vor. z.B. durch Berufspraktika in den Jahrgangs-stufen 9 und 10, ein Berufs- und Studienorientierungsseminar in der Jgst. Q1, ein einwöchiges Projekt in Jg. 9, Berufsberatung in der Schule, Zusammenarbeit mit Berufsschulen, Firmen, der IHK und Berufs-verbänden, Besuche bei Fachhochschulen und Universitäten. Wir sind eine zertifizierte berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule.
13. Unsere Schule öffnet sich und arbeitet mit vielen außerschulischen Einrichtungen zusammen. z. B. mit dem Schulpsychologischen Dienst, mit Beratungsstellen, Jugendtreffs, Museen, mit der Stadtbibliothek, mit dem Jugend- und Kulturamt.
14. Wir sammeln systematisch, analysieren und bewerten (evaluieren) Informationen über unsere schulische Arbeit.

z.B. befragen wir Lehrende und Eltern nach der Unterrichtsqualität, nach der Zufriedenheit mit der Kommunikation mit Lehrerenden.

Wir werten die Lernstandserhebungen, die zentralen Prüfungen 10 und unsere Ergebnisse im Zentralabitur in allen Gremien der Schule aus. Dort werden dann die notwendigen Konsequenzen beschlossen.