Zweites Fastenbrechen an der JKG: „Noch stolzer als letztes Jahr“
von Mustafa Görkem
Am Freitag, den 6. März 2026, fand in der Aula unserer Janusz-Korczak-Gesamtschule im Rahmen des Ramadan ein interkulturelles Fastenbrechen statt. Über 170 Schülerinnen und Schüler, darunter auch Ehemalige, nahmen teil. Auch viele Mitglieder des Kollegiums waren an diesem besonderen Abend vertreten. Insgesamt dauerte das gemeinsame Beisammensein rund drei Stunden.
Organisiert wurde die Veranstaltung federführend von den beiden Oberstufenschülerinnen Naz Bitmez und Amine Eyupi, die dabei tatkräftig von Lehrkraft Selim Güzel für den Arbeitskreis gegen Rassismus unterstützt wurden. Gemeinsam begrüßten sie die Gäste zu Beginn des Abends. „Heute kommen wir hier zusammen, um etwas zu tun, das eigentlich ganz einfach ist – gemeinsam zu essen“, sagte Herr Güzel in seiner Begrüßung. Hinter diesem gemeinsamen Essen stehe jedoch mehr als nur eine Mahlzeit: „Das Fastenbrechen am Abend ist mehr als ein gemeinsames Essen. Es ist ein Moment des Teilens, des Austauschs und der Begegnung.“
Mit dem Sonnenuntergang wurde anschließend gemeinsam das Fasten gebrochen. Danach eröffnete ein reichhaltiges Buffet, zu dem viele Gäste eigene Speisen beigetragen hatten. Neben dem Essen standen vor allem Gespräche, Begegnungen und Austausch im Mittelpunkt. Viele nutzten die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen oder bestehende zu vertiefen.
„Schönes Miteinander möglich – unabhängig von Religion, Kultur oder Herkunft“
Auch die beiden Schülerinnen, die maßgeblich an der Organisation beteiligt waren, betonten in ihren Reden die Bedeutung des Abends. „Ich bin wirklich glücklich und dankbar, dass wir so eine tolle Schulgemeinschaft haben“, erklärte eine sichtlich emotionale Naz Bitmez. Besonders wichtig sei ihr gewesen zu zeigen, „dass ein respektvolles und schönes Miteinander möglich ist – unabhängig von Religion, Kultur oder Herkunft“.
Ihre Mitschülerin Amine Eyupi hob hervor, wie sehr sich die Veranstaltung seit dem vergangenen Jahr weiterentwickelt habe: „Letztes Jahr war es das erste Mal, dass wir hier standen und stolz auf uns waren, so einen Abend organisiert zu haben. Heute stehen wir wieder hier und sind noch stolzer darauf, dass wir ihn erweitern konnten und dieser Abend noch schöner geworden ist.“
Für die vielen muslimischen Schülerinnen und Schüler der JKG war das gemeinsame Fastenbrechen ein besonderer Moment. Es machte sichtbar, dass muslimisches Leben an der Schule nicht nur auf dem Papier anerkannt wird, sondern auch im Alltag selbstverständlich Platz findet. Darauf wies auch Nicole Roegglen, die an diesem Abend die Schulleitung repräsentierte, hin. Sie äußerte zudem den Wunsch, dass sich die Veranstaltung an unserer Schule etabliert: „Ich hoffe, dass das Fastenbrechen an der JKG solange Bestand haben wird, solange diese Schule existiert.“
Dass die Initiative ursprünglich aus der Schülerschaft selbst entstand und von vielen Schülerinnen und Schülern tatkräftig unterstützt wurde, unterstreicht den besonderen Charakter der Veranstaltung. Viele engagierten sich im Vorfeld und Nachgang bei der Organisation sowie dem Auf- und Abbau – teilweise sogar nach einem langen Fastentag und trotz schulischer Verpflichtungen. So wurde das interkulturelle Fastenbrechen zu einem Abend vieler zufriedener Gesichter, der einmal mehr zeigte, wie lebendig Vielfalt an der Janusz-Korczak-Gesamtschule gelebt wird.






